Handschrift als Ausdruck der Persönlichkeit

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Handschrift – geschrieben mit Stenofeder und Aquarellfarbe auf Büttenpapier

Desiderata

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Schreib wie du fühlst – Interpretationen

Felix ist sieben Jahre alt und erkundet die Welt

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Die vitale Handschrift – Übungen für Erwachsene

Um die eigene Handschrift zu entwickeln oder zu verbessern, ist es wichtig den eigenen Duktus (Schreibweise und -technik)  selbst herauszufinden. Ein Kalligrafie-Programm zu absolvieren ist absolut kontraproduktiv. Die Abbildungen, die Sie in “Die vitale Handschrift”  finden http://www.europhi.de/de/anleitung-zum-handschrift-verbessern-uebungsbuecher/ zeigen Ihnen Möglichkeiten auf. Es sind keine Abschreibvorlagen! Es geht also um Anregungen und Tipps. Ein abgeschrieben-übernommenes Schönschrift-Alphabet – also eine FREMDE SCHRIFT – kann kein Mensch als seine eigene Handschrift adaptieren, weil das Unbewusste – das ja immer mitschreibt – es nicht als “seine” akzeptiert. Schönschrift hat mit authentisch-ausdrucksvollem Schreiben nicht nur nichts gemeinsam, es tötet das Charismatische schon im Ansatz. Versuchen Sie es einfach oder buchen Sie im Ernstfall ein Coaching bei uns. Erstmal selbst versuchen ist aber das Beste. Viel Erfolg dabei. Und geben Sie niemals auf!

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Handschrift ist…

Farbe und Form aus spontaner Bewegung heraus.

Jede Handschrift ist authentisch wenn sie spontan geschrieben wird. Dann transportiert sie Empfindungen und Know-how und Leidenschaft.

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Ausdrucksschreiben – das Wort im Wort erkennen…

"Ikarusträume" Dorendorff-Philogramm/Haiku von Günther Klinge, Abbildung aus NOVUM 08/1986, Philipp Luidl

„Ausdrucksschreiben“ bedeutet, ich füge herkömmlichem Schreiben durch Spontaneität und künstlerische Kraft eine zusätzliche Dimension hinzu, deren Aussageintensität weit außerhalb dessen steht, was bisher mit „Schreibkunst“ in Verbindung gebracht wurde. Es setzt die Fähigkeiten voraus, fließend schreiben zu können, Farbe und experimentelles Schreibmaterial professionell handhaben zu können und – last but not least – muss man in der Lage sein, Empfindungen in Farbe und Bewegung transformieren zu können. „Ausdrucksschreiben“ ist vom künstlerischen Anspruch her dem Komponieren klassischer Musik verwandt

„Ausdrucksschreiben“ ist somit das Gegenteil von Schönschreiben (Kalligrafie). Als einziges Äquivalent gilt die japanische Sho-do-Kunst, die jedoch – im Gegensatz zu meiner Kunst – natürlich nichtauf lateinischer Schrift basiert.

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VORSICHT: Stabilo plant mit seinem Schreibmotorik-Institut, Propagandistinnen getarnt als “Kritzel-Paten” in die Vor- und Grundschulen zu schicken.

http://www.schreibmotorik-institut.com/images/aktion_handschreiben/SMI_Flyer_Kritzelpate_Web.pdf

Zuschrift einer Lehrerin:

Mit KRITZELN soll man die Welt des Schreibens entdecken wollen?

Recht niveaulos, die sehr sensible Schreibmotorik der Handschrift zur Alphabetisierung mit “kritzeln” zu bezeichnen! Es stellt sich die Frage, welche Ausbildung hat dieser angebliche „Schreibmotorikforscher“ in dieser Disziplin mit Haltungsschulung (auch im 10-Finger-Tastschreiben) erfahren und kann er sie auch anwenden? Er scheint sich seit ca. 25 Jahren mit dieser “Disziplin” zu beschäftigen, doch die Ergebnisse sind niederschmetternd. Da scheint wohl etwas mit seiner „Schreibmotorikforschung” zur Alphabetisierung und Handschrift nicht zu stimmen!

Schüler, Lehrer und Berufspraktiker, die sowohl in der Zweitalphabetisierung Stenografie/Kurzschrift mit Rechtschreibung als auch im 10-Finger-Tastschreiben mit DIN-5008 zur Textverarbeitung ausgebildet sind und tagtäglich diese Arbeitstechniken im Beruf auch anwenden (müssen), können diese kruden Erkenntnissen und solche Schreibmotorikforschung nicht gutheißen.

Wo waren diese „Handschrift-Forscher” und „Schreib-Wissenschaftler“, als man 1969 den Schreibunterricht im Grundschullehrplan strich, die Lateinische Ausgangsschrift verdrängte, nur noch Schulversuche mit Vereinfachter Ausgangsschrift und Druckbuchstaben verordnete und 2001 endgültig die Beschlüsse der KMK von1953 (Nr. 131)?

Dies ist die „moderne” neue Schulpolitik: Kein Unterricht, keine Schreibschrift, kein Schreiben, keine Schreibstiftunterweisung. Und keine Rechtschreibung.

Danke Susanne Dorendorff, für die vielen und großartigen Aufklärungsaktionen zum Thema Schreibmotorik und Schreibschrift usw. „“

Liebe Grüße IB

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Schriftspracherwerb und Verschriften

Schriftspracherwerb und Verschriften sind Hilfs-Euphemismen (beschönigende Sachverhalte), die nichts (bis auf die Urform des Alphabets) mit Schreiben zu tun haben und die darüber hinwegtäuschen, dass das manuelle Schreiben, das fließende Schreiben der Schreibschrift gar nicht Gegenstand der Grundschullehrer-Ausbildung sind.

Die Kategorien Schriftspracherwerb und Verschriften zielen nicht auf den Schreibschrift-Unterricht und demzufolge auch nicht auf die Schreibschrift, sie münden vielmehr im Erwerb des Druckschrift Lesenkönnens.

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Der neue Schreiblern-Ansatz lautet: Schreiben macht glücklich.

Schreiben ist authentisches Tun auf zwei Ebenen. Das heißt, Lehrer müssen in die Lage versetzt werden, Kinder bei der Entwicklung ihrer authentischen Lebensspur unterstützen zu können.

Wir betrachten das Schreiben lernen nicht wie bisher in der Schule üblich als Quälerei und unwissenschaftliche, erforschensunwürdige Nebensache, sondern als Weg des Glücks und der Freude  für Lehrer und Kinder, basierend auf  Kenntnissen der Scriberologie und der Psychologie.

Was sich „sehr weit hergeholt“ anhört, ist näher als gedacht.

Das Glück spendende Element am Schreibenlernen ist seine manuelle Darstellung, die Freude am Schreiben liefert die Mitteilung – dass das Geschrieben eine für andere lesbare Nachricht enthält. Dies bedeutet, schreiben lernende Kinder in der Grundschule, ihr Handschrifterwerb, basiert und geschieht von Anfang an auf zwei Ebenen. Das eine ist die visuell-emotionale Aufnahme (wie geschrieben wurde), das andere ist die rational-emotionale Aufnahme, die eigentliche Nachricht (was geschrieben wurde). Grundschullehrer/innen müssen in der Lage sein, Kinder auf dieser Grundlage zu unterrichten und in ihrer persönlichen und Handschrift-Entwicklung zu unterstützen

Das heißt, die Handschrift kommuniziert auf der Metaebene ebenso intensiv wie auf der Primärebene. Das muss von den Lehrerinnen vom ersten Tag an beachtet und gelenkt werden.

Denn wer sich schlecht fühlt, schreibt auch schlecht. Mit „Mühe geben“ lässt sich das nicht einmal ansatzweise beheben. Denn damit hat die Handschrift nichts zu tun. „Mühe geben ist eine Metapher, eine Phrase, an der man erkennen kann, dass derjenige, der es sagt, nichts vom Schreiben und vom Handschrifterwerb weiß.

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Handgeschriebene Rezepte

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Hamburger Rezepte

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Handschrift in der Anwendung

Aus der Kollketion Hamburg im Herzen und auf der Zunge…Material: Acryl, Aquarellkarton, Spachtel, Filzstift und Graphitstift

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Die richtige Stift-Finger-Haltung beim Schreiben

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Schreibgeräte sollen Seelenflüsterer sein

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Philographie

Sommer-Interpretation 2016

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Scriberografie – geschriebene Interpretation

Musik-Interpretation, Don Giovanni oder vollständig Il dissoluto punito ossia il Don Giovanni, von W. B. Mozart, hier die Szene des "Donnerschlags".

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Schreiben ist mehr als Handschrift.

ArtWriting 2017/04

Schreiben ist der einzige materialisierbare Ausdruck des Menschen. Wir sorgen dafür, dass es glücklich macht. Schreiben ist  mehr als Handschrift. Schreiben ist auch KUNST. Die hier abgebildete SchreibKUNST steht für eine Art des Schreibens, wie nur ich sie ausübe, an meine Studierenden weitergebe und wie man Schreiben nur bei mir erleben kann. Diese Kunst des Schreibens ist eine manuelle Technik, die den Willen zum Einsatz intuitiver Spontaneität erfordert. Soll heißen: Blitzschnelles handwerkliches Agieren bildet die Basis dieser Kunst. Sie ist einzig in ihrer Ausführung und Wirkung.

Alles, was Sie bisher über Schreiben und Kalligrafie gehört haben, zum Beispiel “Schönschreiben”, “Meditaitves Schreiben”, “Scripturales Malen” oder was auch immer…trifft auf meine Kunst nicht zu. Selbst das japanische Sho-do ist mit meiner Kunst nur entfernt  verwandt.

Allein Spontaneität und Intuition sind die beiden starken Herzfeuer, die solche Kunstwerke schaffen.

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Schreiben.Macht.Glücklich.

ArtWriting 2017/04

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Jede Handschrift ist Lebensspur.

Handschrift schreiben ist eine eigenständige Ausdruckstechnik.

Wer die Schrift der Hand kennt, vergleicht sie nicht mit Schönschreiben, Kalligrafie und anderen Alphabeten.

Die Schrift der Hand ist innerhalb des Schriftenkanons eine eigene Kategorie, mit einem so deutlichen Alleinstellungsmerkmal, dass sie nicht mit anderen Alphabeten verglichen werden darf.

Das heißt: Weil Handschriften echt, spontan, individuell, emotional und unregelmäßig sind, ist diese Schrift Handschrift. Fehlt eine der Eigenschaften, ist es keine Handschrift mehr. Diese Eigenschaften belegen, dass Schönschrift/Kalligrafie, weil sie künstlich, ausgearbeitet, uniform, konstruiert und symmetrisch ist, als Antipode, also als das absolute Gegenteil von Handschrift verstanden werden muss. Die 5 Eigenschaften der Handschrift sind die Quelle ihrer Vitalität, jener starken Ausdruckskraft, die in der sino-japanischen Kultur hoch verehrt, im Westen hingegen von Anfang an leider nicht verstanden wurde. Handschrift ist individuelle Lebensspur und entsteht spontan – Kalligrafie dagegen ist bewusst angelegte Dekoration. Also das Gegenteil von Handschrift. Nur die Handschrift ist kunstfähig.

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Toskana

Intuitiv schreiben heißt natürlich schreiben.  Natürlichkeit ist der schönste Ausdruck des Menschen. Intuitiv schreiben ist keine stille Meditation, sondern eine geistige Herausforderung, ein blitzschneller Dialog zwischen Motorik und Intuition, der an Spontanität nicht zu überbieten ist!  Motorik, Intuition und Spontanität sind also auch hier -  wie beim Schreiben der normalen Handschrift – die bestimmenden Faktoren.

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KielerNachrichten “Comeback der Handschrift Die Schönschreiber” 6.5.2017

Leserbrief: Liebe Leser/innen des KN-Artikels vom Sonntag “Comeback der Handschrift Die Schönschreiber”
Dazu muss hier schnell und kurz Stellung nehmen, weil diese Meldung ganz und gar in die Irre führt. WERBUNG FÜR KALLIGRAFIEKURSE haben nichts mit “Comeback der Handschrift und flüssigem Schreiben” zu tun! Handschrift und Kalligrafie haben nicht nur nichts miteinander gemein – weder den Schreibfluss, noch die Form der Buchstaben! Sie sind sogar Antipoden – Gegenläufer die sich gegenseitig ausschließen – wo das eine ist kann das andere nicht sein. Handlettering ist noch weiter davon entfernt – das ist gemalte Typografie.ICH BIN ENTSETZT, dass manche Kalligrafen offenkundig immer noch nicht wissen, dass sie selbst eine Handschrift haben, die nichts mit Ihrem Hobby gemeinsam hat. Es ist genau DIESE bewusst oder unbewusste Irreführung, die zur Folge hat, dass es seit 500 Jahren keine Schreiblerndidaktik in Grundschule gibt. Statt Kinder so zu unterrichten, dass sie vom ersten Tag an die eigene Handschrift entwickeln, wird von Ihnen „Schönschreiben“ verlangt. Eine Absurdität der besonderen Art. Ich denke, es wäre für die Schreibkultur allgemein von großem Nutzen, wenn alle Kalligrafen sich mal Gedanken über ihre Arbeit machen würden. Dann kämen sie bestimmt auch drauf, dass sie in der Grundschule als Erstschrift die lateinische Schreibschrift und NICHT die Humanistische Kursive oder die „Fraktur“ (das “Druckschrift”/Leseschrift-Pendant zur Deutschen Schreibschrift/Sütterlin) als Handschrift lernen mussten.
Viele Grüße – Susanne Dorendorff

www.kn-online.de/News/Sonntag/Top-Thema/Die-Schoenschreiber

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Der Anti-Alphabetist…

Brügelmann (genannt: Kleid – siehe “Boni & Kleid”) 2008: „Als ich 1980 von der Universität Bremen auf eine Professur für Anfangsunterricht berufen wurde, hatte ich von Lese- und Schreibdidaktik kaum Ahnung. Um mich vor den Studierenden nicht zu blamieren, las ich alles, was ich in die Hände bekam – und war irritiert: Überall konnte ich lesen, wie man Lesen und Schreiben lehrt, aber ich fand kaum empirische Befunde bzw. Erklärungsansätze dazu, wie Kinder lesen und schreiben lernen.“ (weiter unter dem Poster) Wer wissen möchte, woher Brügelmann und die Reformpädagogen um Brügelmann ihre Impulse nehmen http://freinet-kooperative.de/wp-content/uploads/2014/11/SchaubildFreinet.pdf

Irgendwann muss Schluss sein! Und “irgendwann” ist  J E T Z T !  http://www.grundschulservice.de/1746594.htm

www.europhi.de/uploads/media/Dorendorff_Forderungskatalog_Biografie_T3_01.pdf

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Anstoß..

Die KMK und der Grundschulverband (repräsentiert durch Prof. Dr. Erika Brinkmann & Prof. Dr. Hans Brügelmann – die “Boni & Kleid” der Schriftsprach-Erfindung und Ent-Alphabetisierung), sollen sich der Öffentlichkeit und der Frage stellen, worauf ihre “wissenschaftlichen Erkenntnisse” basieren!

Die Grundschule ist längst ein Fall für den Kinderschutzbund.

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Boni & Kleid – Schluss mit ideologischer Unterwanderung der Grundschule!

Brügelmann (Kleid) 2008: „Als ich 1980 von der Universität Bremen auf eine Professur für Anfangsunterricht berufen wurde, hatte ich von Lese- und Schreibdidaktik kaum Ahnung. Um mich vor den Studierenden nicht zu blamieren, las ich alles, was ich in die Hände bekam – und war irritiert: Überall konnte ich lesen, wie man Lesen und Schreiben lehrt, aber ich fand kaum empirische Befunde bzw. Erklärungsansätze dazu, wie Kinder lesen und schreiben lernen.“ (weiter unter dem Poster) Wer wissen möchte, woher die Reformpädagogen um Brügelmann und Brinkmann ihre Impulse nehmen http://freinet-kooperative.de/wp-content/uploads/2014/11/SchaubildFreinet.pdf

Irgendwann muss Schluss sein! Und “irgendwann” ist  J E T Z T !

Die NDR-Sendungen zum Thema „Wer bestimmt, was Kinder lernen?“ sind hochinteressant, weil sie ein heiß diskutiertes Thema behandeln. Ich erlaube mir, mich dazu zu äußern, da ich seit 30 Jahren „mittendrin“ bin. Richtig sollte das Thema wohl lauten „Wer bestimmt, was die Kinder NICHT (mehr) lernen?“ Wissen Sie nicht, dass seit 1969(!) die Lehr- und Lernmaterialien (Bücher, Hefte usw.) für die Grundschule und die Materialien für Grundschulpädagogik-Studierende an den Universitäten von denselben Personen erstellt werden, die auch selbst einen Großteil der Lehrstühle (für Grundschulpädagogik) innehaben bzw. hatten und die Kultusminister(konferenz) beraten, also unmittelbar an der Gestaltung der Lehrpläne mitwirken?

Keine dieser Personen verfügt über eine Fakultas (Lehrbefähigung) im Alphabetisieren - weder für die Universität noch für die Grundschule. Die meisten dieser Personen sind in einem ideologisch festgelegten, privaten Verein (dem Grundschulverband [GSV] und der wiederum mitder Freinet-Kooperative – siehe hier: http://freinet-kooperative.de/links/ ) zusammengeschlossen, der die Grundschulbildung (und damit auch die der weiterführenden Schulen) fest im Griff hat. Dieser private Verein scheint autorisiert zu sein, in Eigenregie und ungeprüft zu bestimmen, was an der Grundschule gelehrt resp. nicht mehr gelehrt wird. Und das ist allerlei. 7,5 Millionen Analphabeten sprechen eine deutliche Sprache. Auch dass es seit 40 Jahren millionenfach Legastheniker und anderweitig grundschulgeschädigte Kinder gibt, ist ein Indiz für einschlägig unkontrollierte Machtausübung dieser Vereinigung. Kleiner Einblick in deren bizarre Methoden: So wurde 1969 ohne wissenschaftliche oder andere seriöse Begründung der Schreib-Unterricht aus den Lehrplänen gestrichen, weil er angeblich „anachronistisch“ sei. Die Schreibschrift hatte man gegen Druckschrift ausgetauscht (weil dies die Kosten der Fibel-Herstellung minimieren sollte). Seitdem müssen die Kinder sich die Schrift und das Schreiben im Do-it-yourself-Verfahren (ohne pädagogische Hilfe [Lehrer sind im Alphabetisieren nicht mehr ausgebildet] allein beibringen. Auf Initiative des genannten Personenkreises und in Kooperation mit der KMK wurde die lateinische Schreibschrift im Dezember 2001 offiziell aus den Lehrplänen gestrichen (dies aber bis heute nicht ordentlich bekanntgegeben). Der o. g. Verein hat inzwischen vier Schulschriften (DS, VA, GS & GSS) initiiert, die allesamt weder wissenschaftlich noch sonst wie evaluiert wurden und zu erschreckenden Schreibproblemen führen. Seit 1980 – berichtet der Grundschulverband in einer seiner Fachzeitschriften – wissen wir, dass an der Spitze der „Grundschulpädagogik“ fachfremdes Personal mit vollkommen unwissenschaftlichen Voraussetzungen die Geschicke der Schulbildung steuert. Das Personal ist weder selbst im Alphabetisieren ausgebildet worden, noch ist es qualifiziert, Grundschulpädagogen darin auszubilden. Und tut es ja auch nicht, sondern reagiert auf Anregung aggressiv und unbelehrbar, aber immer „juristisch abgesichert“. Um auf Ihre Frage zurückzukommen: An der Spitze dessen, was Kinder lernen sollen, befindet sich ein renitentes, destruktives und bildungsfeindliches Wirrwarr, das, will man es freundlich formulieren, als ein „verantwortungsloses Vakuum“ bezeichnet werden muss. Wir müssen uns neben dem Unterricht auch um die Einhaltung der Menschenwürde in der Grundschule kümmern. Denn Schreibenlernen ist Menschenrecht. Das darf man nicht verweigern.
Die bessere, weil hilfreichere Frage wäre deshalb wohl: „Wann werden diese Zustände beendet?“ und „Wann dürfen Kinder wieder lernen?“

Prof. Dr. Rainer Dollase, Universität Bielefeld, Abteilung Psychologie:
„Ein Chirurgieprofessor kann seinen Studierenden auch die Entfernung eines Blinddarms vormachen und die Studierenden lernen durch Beobachtung, also durch Vormachen und Nachmachen, wie man so etwas tut. So geschieht es in der Erziehungswissenschaft seit 20 – 30 Jahren nicht mehr: Fachfremde Professorinnen und Professoren phantasieren auf der Basis von Literatur sich neue pädagogische Theorien zusammen, bilden im Brustton der Überzeugung Lehrkräfte aus, die dann den Stoff in Prüfungen perfekt herunterrasseln, ohne in irgendeiner Form irgendetwas für die Praxis gelernt zu haben. […..]
Wie soll man eine verbesserte Qualität in unserem Schulsystem erreichen? Der einfachste Weg wäre, wenn man Lehrerausbildungsinstitutionen hätte, in denen Professoren mindestens einmal im Jahr einen Monat lang eine schwierige Sekundarstufe I Klasse übernähmen (keine S II Klasse) und ihre weltabgehobenen Ideologien dort vor Ort testen. Wenn also die Professorinnen und Professoren, die unsere Lehrer und Lehrerinnen ausbilden, selber Experten für die Praxis wären. Dann hätten wir einen Zustand wie in der Medizin.“

Prominentestes Beispiel ist wohl der Erfinder des Spracherfahrungsansatzes, der Reformpädagoge Prof. Dr. rer. soc. Hans Brügelmann (Professor für Anfangsunterricht mit den Schwerpunkten Erstlesen und Erstschreiben, Grundschulpädagogik u. –didaktik). Nach dem Studium der Rechts- und Sozialwissenschaften und dem Abschluss eines Aufbaustudiums (in Konstanz mit dem Grad Lic. rer. soc./Sozialwissenschaften), nach einem zweijährigen USA-Aufenthalt (Forschungsstipendium der Stiftung Volkswagenwerk /Universität Konstanz, CA Norwich, OISE Toronto, CIRCE Urbana/Ill.) promovierte er in Konstanz zum Dr. rer. soc. (Sozialwissenschaften). Ohne Lehramtsstudium, ohne eigene Tätigkeit als Lehrer, wurde er 1980 an der Universität Bremen Professor für Anfangsunterricht mit dem Schwerpunkt Erstlesen/Erstschreiben. In „Mein Weg zum Spracherfahrungsansatz“ (GS aktuell 104, November 2008] bekannte Brügelmann:

„Als ich 1980 von der Universität Bremen auf eine Professur für Anfangsunterricht berufen wurde, hatte ich von Lese- und Schreibdidaktik kaum Ahnung. Um mich vor den Studierenden nicht zu blamieren, las ich alles, was ich in die Hände bekam – und war irritiert: Überall konnte ich lesen, wie man Lesen und Schreiben lehrt, aber ich fand kaum empirische Befunde bzw. Erklärungsansätze dazu, wie Kinder lesen und schreiben lernen.“

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NDR Debatte: Wer bestimmt, was Kinder lernen? Stand: 22.04.2017 00:01 Uhr – Lesezeit: ca.1 Min.

http://www.ndr.de/kultur/kulturdebatte/NDR-Debatte-Wer-bestimmt-was-Kinder-lernen,lernen122.html
Mein Kommentar dazu: Ihre Sendungen sind hochinteressant, weil sie ein heiß diskutiertes Thema behandeln. Ich erlaube mir, mich dazu zu äußern, da ich mich seit 30 Jahren „mittendrin“ befinde. Richtig sollte das Thema wohl lauten „Wer bestimmt, was die Kinder NICHT (mehr) lernen?“ Wissen Sie nicht, dass seit 1969(!) sowohl die Lehr- als auch die Lernmaterialien (Bücher, Hefte usw.) für die Grundschule von denselben Personen erstellt werden, die auch einen Großteil der Lehrstühle (für Grundschulpädagogik) innehaben und die Kultusminister(konferenz) beraten, also unmittelbar an der Gestaltung der Lehrpläne mitwirken?
Die Personen sind in einem ideologisch festgelegten, privaten Verein zusammengeschlossen, der die Grundschulbildung (und damit auch die der weiterführenden Schulen) fest im Griff hat, scheint autorisiert zu sein, in Eigenregie und ungeprüft zu bestimmen, was an der Grundschule nicht mehr gelehrt wird. Und das ist allerlei. 7,5 Millionen Analphabeten sprechen eine deutliche Sprache. Auch dass es seit 40 Jahren millionenfach Legastheniker und anderweitig grundschulgeschädigte Kinder gibt, ist ein Indiz für einschlägig unkontrollierte Machtausübung dieser Vereinigung. Kleiner Einblick in deren bizarre Methoden: So wurde 1969 ohne wissenschaftliche oder andere seriöse Begründung der Schreibunterricht aus den Lehrplänen gestrichen, weil er angeblich nicht mehr opportun war. Die Schreibschrift hatte man gegen Druckschrift ausgetauscht (weil dies die Kosten der Fibel-Herstellung minimierte). Seitdem müssen die Kinder sich die Schrift und das Schreiben im Do-it-yourself-Verfahren (ohne pädagogische Hilfe [Lehrer sind im Alphabetisieren nicht mehr ausgebildet] allein beibringen. Auf Initiative der genannten Personen in Kooperation mit der KMK wurde das Schreiben der Schreibschrift offiziell 2001 aus den Lehrplänen gestrichen (dies aber bis heute nicht ordentlich bekanntgegeben). Der Verein hat inzwischen vier Schulschriften initiiert, die allesamt weder wissenschaftlich noch sonst wie evaluiert wurden und zu erschreckenden Schreibproblemen führen. Seit 1980 – berichtet der Grundschulverband in einer seiner Fachzeitschriften – wissen wir, dass an der Spitze der „Grundschulpädagogik“ fachfremdes Personal mit vollkommen unwissenschaftlichen
Voraussetzungen die Geschicke der Schulbildung steuert. Das Personal ist weder selbst im Alphabetisieren ausgebildet worden, noch ist es qualifiziert, Grundschulpädagogen darin auszubilden. Und tut es ja auch nicht, sondern reagiert auf Anregung aggressiv und unbelehrbar, aber immer „juristisch abgesichert“. Um auf Ihre Frage zurückzukommen: An der Spitze dessen, was Kinder lernen sollen, befindet sich ein renitentes, destruktives, bildungsfeindliches Wirrwarr, das – wenn man es freundlich formulieren will, als ein „verantwortungsloses Vakuum“ bezeichnet werden muss. Wir müssen uns neben dem Unterricht auch um die Einhaltung der Menschenwürde in der Grundschule kümmern. Denn Schreibenlernen ist Menschenrecht. Das darf man nicht verweigern.
Die besseren, weil hilfreicheren Fragen wäre deshalb wohl:”Wer bestimmt, was Kinder NICHT lernen dürfen?” und „Wann dürfen Kinder wieder lerenen?”

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Sauklauen gibt’s nicht! Ihr könnt vielleicht eine Sau klauen – das hat aber nichts mit Handschrift zu tun.

Was andre über Schreiben schreiben ist oft nicht zu glauben. Tun Sie das: Glauben Sie es nicht! Dornröschens 100-jähriges Gestrüpp ist nichts gegen die vielen  falschen Gedanken, die sich um Handschrift ranken. Manche sind absurd, manche abwegig, manche einfach nur zum Lachen.Richtig kaum etwas.

Klavierlehrer müssen Klavierspielen und Noten können, Frisöre Haare schneiden, Köche kochen, Dachdecker Dächer decken. Nimmt man jedenfalls an. Von Lehrern nimmt man an, dass sie Lehren können…niemand fragt Was und Wie. Mein Tipp: Das sicherste Zeichen tatsächlichen Handschrift-Expertentums ist, sich die persönliche Handschrift des Autors oder Lehrers zeigen zu lassen oder wenigstens zu schauen, ob er sie oder sie sie irgendwo als “Ausweis”, bzw. Hinweis auf seine bzw. ihre Seriosität veröffentlicht hat. Ich spreche hier nicht von “Schönschrift”. Ich meine die, über die hier gesprochen wird, die solche Kandidaten gern (wenn es sich nicht um die eigene handelt!) als “Sauklaue” bezeichnen. Dies ist übrigens der zweite sichere Hinweis auf Inkompetenz und Laientum: Wer zur Schrift der Hand – egal in welchem Zusammenhang – “Sauklaue” zu sagen wagt, weiß nichts über sie, nicht wie sie entsteht und wie sie sich entwickelt, der lässt jede Achtsamkeit vermissen. Nur, weil jemand “Lehrer*in” als Berufsbezeichnung tragen darf, ist diese/r jemand nicht automatisch prädestiniert, sich fachkundig über Handschrifterwerb zu äußern. Scharlatanerie macht sich überall dort breit, wo man anderen Menschen ohne viel Aufwand etwas “vormachen” kann. Aus dreißigjähriger Schreiberfahrung als Künsterin und als Handschrift-Lehrende kann ich besten Gewissens sagen: Jedes Kind, jeder Erwachsene hat eine zu ihm passende Handschrift, und die ist perfekt! Wetten?!

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Digitales Schreiben in der Grundschule.

Wer ernsthaft verbreitet, Schreiben mit der Hand sei durch Algorithmen zu ersetzen, dem traue ich auch zu, dass er Strychnin als Schlafmittel „verkauft“. Die Argumentation „Computer übernimmt das Schreibenlernen“ ist dem „Verkauf“ von Strychnin nämlich verblüffend ähnlich.

Gewiss, man schläft nach der Einnahme von Strychnin ein…mehr wurde ja auch nicht behauptet. Dass man nicht wieder aufwacht, ist nicht Gegenstand der Aussage. Einschlafen ist Einschlafen. Aufwachen etwas Anderes. Mit dem Einschlafen ist der Wahrheitsgehalt der Aussage erfüllt. Soweit so richtig.

Mit dem Vorgang des Schreibenlernens wird ähnlich verfahren. Das Schreiben, das per Schreibschrift ausgeführt wird und dessen Ergebnis die „Handschrift“ ist, soll schon seit zig Jahren aus der Grundschule verschwinden. Sie wird gegen die Druckschrift (Leseschrift) ausgetauscht. Das ist das Ziel (um im Bild zu bleiben: Die Tastatur ist das “Schlafmittel” für die Schreibschrift, sie soll sterben) Fragen Sie mich nicht warum. Werfen Sie nur einen Blick auf diesen Vorgang.

„Schreiben ist Schreiben“ (eine Aneinanderreihung von Buchstaben) wird behauptet, „das kann auch der Computer übernehmen“ – was das für den Denkprozess des Schreibenden bedeutet und was es physisch-psychisch in ihm auslöst, ist nicht Gegenstand der Aussage.

Rückblick: Auf Betreiben des Grundschulverbands (der seit 2011 die „Grundschrift“ und seit längerem den Einsatz von „Spracherwerbscomputern“ in der Grundschule propagiert), wurde – gegen den Willen vieler Lehrer und Eltern – seit 1969 die Schreibschrift und die dazugehörende Übungszeit aus dem Anfangsunterricht genommen und gegen die Druckschrift zum Selbst-Schreibenlernen und danach das Schreiben als „Zweitschrift“ eingeführt. Ohne jede Prüfung auf Zulässigkeit, ohne Überprüfung der Notwendigkeit. Es wurde eingeführt. Basta.

Das Lernchaos nahm seinen Lauf und die postfaktische (nachgelieferte) ­Rechtfertigung, die Schreibschrift sei verschnörkelt, zu schwer zu erlernen, die Druckschrift sei viel leichter und den Kindern ja schon aus ihrer „Lebenswelt“ bekannt, bereitete das Feld, um später ein Mittel gegen das planmäßige Chaos anbieten zu können. Eine uralte, bewährte und bekannte Strategie, um entweder „Geld zu machen“ oder seine Macht ausweiten zu können. Und alle fallen drauf rein. Alle? Nein, nicht alle, das große Dorendorff…greift zum Stift und schreibt…

Seit 1969 werden die Schulschriften diskutiert, ständig wirft der Grundschulverband neue Schriften ins Spiel, die die Situation noch verschärfen. Schlechte Schreibtechnik macht krank.

Was das mit Strychnin zu tun hat? Sehr viel. Denn mit der Schreibschrift nimmt man den Kindern das Leben. Sie glauben, das sei zu hoch gegriffen? Schreiben ist Denken und Denken ist Leben. Ganz einfach.

Das Gegengift soll nun der Computer sein, er soll das verordnete Schreibdefizit der Schüler ausgleichen, mehr noch: Er soll das Schreiben gleich ganz ersetzen. Ein Gerät, dessen „Innenleben“ aus 0 und 1 (Null und eins in spezifischem Wechsel) besteht. Lebensbereinigt und gedankenfrei.

Ist das Schul-Alphabet schon totes Design das durch unsere Hände erst zum Leben erweckt wird, so ist der Algorithmus in unseren Fingern reines Strychnin. Denk-Strychnin.

Jeder denkende Mensch weiß, dass wiederholtes Antippen einer glatten Fläche den Denkschreibprozess des Menschen nicht ersetzen kann. Die Idee, dass Algorithmen sich als „Handschriftersatz“ verkaufen lassen, entstammt entweder einer Ideologie, die den Traum von der „Herrschaft über die (verblödete) Menschheit“ träumt oder von verblendeten Mitläufern, die alles aufgreifen, das „Ansehen“ und „Einfluss“ verspricht. Wer glaubt, die Einführung der Druckschrift und das Ausscheiden der Schreibschrift aus dem Lehrplan (was im Stil einer Nacht-und-Nebel-Aktion durchgeführt wurde) sei eine „gutgemeinte pädagogische Zuwendung“ gewesen, der sollte sich anschauen, was seitdem in der Grundschule „verbrochen“ wird. Vor allem aber tut es gut, zu erkennen, wer seitdem auf dem Marktplatz Bildung an Macht und Einfluss gewonnen hat.

Niemand der wach ist oder wieder aufwachen will, wird sich auf die Diskussion Schreiben versus Algorithmus einlassen, und er wird sich und seinen Kindern niemals das Selberschreibenkönnen nehmen lassen.

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Die Individualität der Handschrift ist ein Selbstgänger.

Schuhe initiieren nicht das Laufenkönnen, Parfüm nicht das Atmen und eine Schrift nicht die Individualität des Menschen.

Individualität zu beweisen, gehört überhaupt nicht zu den Gründen, weshalb Kinder Schreiben lernen.

Dass der Grundschulverband argumentiert (garantiert), ein Vorteil der “Grundschrift” [1] sei die Möglichkeit, dass die Kinder besonders aus diesen Buchstaben ihre individuelle Handschrift entwickeln, ist eine Binsenweisheit. Entweder basiert die Argumentation auf Unkenntnis und/oder es ist eine merkantile Täuschung (in etwa wie das euphemitische “Argumentieren” in der Werbung). Realität ist, dass die “Grundschrift” und jeder andere Schriftzeichenkanon absolut nichts zur Individualität der Handschrift beiträgt (bitte lesen Sie hierzu die BIG FIVE/Kategorien). Individualität ist naturgegeben wie Seele und Geist bzw. die Persönlichkeit des Menschen. Der individuelle Schreibduktus ist – wie die Stimme – von Geburt an vorhanden. Jeder Mensch, ob groß oder klein trägt seine Individualität insich.

Das Verkaufsargument, eine Druckschrift – hier explizit die “Grundschrift” – könne aktiv die INDIVIDUALITÄT der Kinder initiieren, lässt erhebliche Zweifel an der Seriosität der “Experten” aufkommen. Individualität zeigt der Mensch in JEDER Handschrift, egal welcher Kultur er angehört, egal welches Alphabet, welche Schrift er lernt/schreibt.

[1] Der “Grundschulverband” promotet die althergebrachte Druckschrift seit 2011 unter der Bezeichnung “Grundschrift”

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Handschrift ist keine Schrift!

Die Schrift der Hand ist eine personbasierte, grafische  (Schrift-)Zeichenspur, die in jeder Kultur zuhause ist. Auch dort, wo keine lateinischen Alphabete, sondern andere Schriftzeichen genutzt werden (zum Beispiel in China, Korea und Japan), werden Handschriften ausgebildet. Jeder Mensch, der eine Hand hat, kann über eine zu ihm passende Schreibtechnik verfügen.

Handschriften sind kein Schmuckwerk und sie sind auch nicht als mediale Informationsquelle gedacht, sie sind keine Schriften im Sinne von Typografie und Kalligrafie, sondern personbasierte Anleihen des innerkulturellen Schriftzeichenkanons. Einziger Sinn jeder Hand-Schrift ist es, dem Schreibenden zu dienen, ihm jederzeit zur Verfügung zu stehen. Egal, wie sie aussieht. Hauptsache lesbar (erkennbar, entzifferbar).

 

 

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Die Schrift ist schuld?

Eine Schrift ist eine Schrift ist eine Schrift. Bis auf eine! sind alle lebloses Design. Weniger noch, als Schnaps Schnaps ist. Und noch viel weniger als eine Rose. Buchstaben können im Verbund zwar Krach schlagen oder Liebeslieder mitsingen. Aber sie können nichts dafür, sie tun nichts dazu, dass das geschieht. Das war der Mensch, der sie aneinanderreihte.

Buchstaben sind hilflose Instrumente, die sich nicht wehren können, die dem Ja und Amen ausgeliefert sind wie das Leuchten des Mondes der Sonne. Wozu sie auch benutzt werden, sie können sich nicht verweigern. In keiner Sprache. Selbst als sie noch aus Blei waren, lagen sie nur da und warteten auf Benutzung: „Pack mich – ich will ein Wort werden!“ oder wenigstens ein „Ah!“ oder „OH!“

Heute heißt es zwar eher: “Tipp mich!“ Aber die Leblosigkeit der Schriften ist geblieben. Es ist ihre Aufgabe, tot zu sein.

Bis auf eine. Eine Schrift gibt es, deren einziger Sinn ist es, so zu tun, als sei sie lebendig. Sie soll auf Papier von Kinderhänden verbogen werden bis zur Unkenntlichkeit, bis zum Geht-nicht-mehr. Sonderbar-lesbar. Es ist die Schreib-Lern-Schrift der Schulanfänger (Fachausdruck: Lateinische Schreibschrift). Sie kann gezerrt und verformt werden, wie Kaugummi. Das macht sie so liebenswert. Sie macht das Schreibenlernen leicht. Und spannend. Sie lässt sich alles gefallen. Alles. Und jedem Kind schenkt sie eine eigene. Die lebensbegleitende, eigene Handschrift. Sie kann ohne Wasser fließen und vermehrt sich wie verrückt. Wie Wasserflöhe.

Doch im Ursprung bleibt auch sie immer gleich.

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