“Lass das Pferd nicht / die Geige fressen /…

..jammerte Chagalls Mutter/Aber er malte ruhig weiter/ und wurde berühmt” . Übersetzt lautet die Zeile aus Lawrence Ferlinghettis Gedicht:  “Lass dieses Pferd nicht / diese Violine fressen / rief Chagalls Mutter / Aber er / malte einfach / immer weiter / und wurde berühmt”, http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/aconey-r.htm (Zitat:) Im deutschsprachigen Raum ist Ferlinghetti, anders als seine Beat-Kollegen Allen Ginsberg, Jack Kerouac oder Richard Brautigan, wenig bekannt. Erst 2001 erschien eine zweisprachige Ausgabe von «A Coney Island of the Mind / Ein Coney Island des Bewusstseins». In seiner Übertragung vollzog Alexander Schmitz eine sprachliche Gratwanderung zwischen Wiedergabe und Nachahmung, versuchte die literarischen und zeitpolitischen Anspielungen in Anmerkungen aufzulösen und die literaturhistorische Bedeutung Ferlinghettis in seinem Nachwort nachvollziehbar zu machen. Jetzt sind Ferlinghettis beide Gedichtzyklen in einem Band zusammengefasst und in der Übersetzung von Klaus Berr ohne jeden Kommentar erschienen. Da Ferlinghettis Gedichte Prosagedichte sind, unterliegt die Übersetzung weniger formalen, aber umso mehr inhaltlichen Zwängen: Die semantische Ladung der Sprachbilder versucht Schmitz durch eine poetischere Wortwahl und Berr durch eine saloppere Ausdrucksweise zu vermitteln. (Besprechung von Stefana Sabin in Neue Zürcher Zeitung vom 14.07.2005)

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