Forderungskatalog zur Wiedereinführung der Alphabetisierung an unseren Grundschulen

1. Wir fordern Grundschulpädagogen mit einer Ausbildung zur Alphabetisierung, d. h. mit einer Lehrbefähigung zum Lesen, Schreiben und
Rechtschreibung. Zurzeit haben sie diese nicht und können sie auch nicht erwerben, weil „Das Beibringen von Buchstaben“ vor 40 Jahren nicht in die Lehrerausbildung mit aufgenommen wurde (siehe unten) – entgegen der Erfahrung, dass „grundschulisches Alphabetisieren“ sich seit 500 Jahren erfolgreich bewährte.Ergebnis:
Wir haben heute 7,5 Mio. erwerbstätige und 3 Mio. schulpflichtige Semi-
Analphabeten, viele Millionen grafomotorisch geschädigte Kinder, LRS, ADS/ADHS – deren Ursprung in der Grundschule zu suchen ist.
Deshalb: Lehrerausbildung ohne didaktisch-methodische Alphabetisierungs- und Schreibschriftkenntnisse darf es nicht mehr geben.
2. Wir fordern die Wiedereinführung des Recht-/Schreibunterrichts
(Schreibschrifterwerb mit gültigen Rechtschreibregeln) an allen Grundschulklassen. Schreibschrift schreiben ist eine intellektuelle Technik, die den Kindern nicht vorenthalten werden darf.
Schnelles, klares Schreibschrift schreiben ist die Königsklasse angewandter Pädagogik.
3. Wir fordern Lehrstühle zur Alphabetisierung in der Grundschule (didaktisch-methodische Unterweisung in der bewährten lateinischen Schreibschrift-
und Rechtschreibung) Denn Schreiben ist die Basis jeder Bildung.
Denken ist die pädagogische Grundlage der Schulen. Ohne Gedankenfluss ist Bildung nicht möglich. Fließende Gedanken müssen fixiert werden – dafür gibt es die Schreibschrift, deren Fließbewegung dem Gedankenfluss folgt.
4. Wir fordern die Annullierung der Grundschul-Autonomie und die Wiedereingliederung der Grundschule in die Gemeinschaft aller allgemeinbildenden Schulen. Die Grundschule darf keine Didaktik mehr vermitteln, die die Begabungs-Entfaltung der Kinder in den weiterführenden Schulen konterkariert.
5. Wir fordern das Verbot der “Vereinfachte Ausgangsschrift” (VA), weil die
Schreibtechnik nicht den Maßgaben einer Schulschreibschrift erfüllt.
6. Wir fordern, dass die lateinische Schreibschrift wieder erste und einzige
Schulschreibschrift ist, wie sie es 500 Jahre lang erfolgreich war.
7. Wir fordern Ausbildung für Lehrer/innen im Umgang mit Linkshändern.
 8. Wir fordern, dass die „Grundschrift“-Kampagne eingestellt und die
„Grundschrift“ aus dem Schulschriftenkanon genommen wird
9. Wir fordern, dass die Druckschrift die Leseschrift bleibt und nicht als
„Schreibschrift“ eingesetzt wird.
10. Wir fordern, dass Handschrift-Erwerb- und Orthographie-Erstunterricht
zusammengelegt werden und gemeinsames Lehrbefähigungs-Prüfungsfach
ist.
11. Wir fordern die sofortige Entfernung der Anlauttabelle, der „Schreib wie du
sprichst“ und der „Lesen durch Schreiben“-Methoden aus dem Grundschulunterricht.
12. Wir fordern, dass Vor- und Grundschullehrerinnen verpflichtet werden, alle
Vor- und Grundschul-Eltern ausführlich über die Schreibmethodik der lateinischen Schreibschrift zu informieren
13. Wir fordern, dass Grundschullehrerinnen die grafomotorische Stiftführung
und Verhaltensergonomie beherrschen und dass Migrantenkindern (resp. deren Müttern) gegebenenfalls beides in ihrer Muttersprache nahegebracht wird.
14. Wir fordern zum Handschrift verbessern den Einsatz des bewährten Handschrift-Coachings nach der Dorendorff-Methode (Schreibschrift – hören, sehen, bewegen)
15. Wir fordern psychologische Lehrer-Schulungen im Umgang mit Schreibangst
16. Wir fordern Lehrgänge für Lehrer/innen über die künstlerischen Eigenschaften der Handschriften und die Anwendung im Kunstunterricht
– interkulturelle, interdisziplinäre Bildung – nach sino-japanischem Vorbild (Per
sönlichkeitsbildung)
17. Wir fordern Lehrgänge für Ergotherapeuten, Kinderärzte und Kinderpsychologen über Handschrift-Erwerb und dessen physisch-psychische Bedeutung.
18. Wir fordern die Eingliederung der Vor- und Grundschul-Grundlagen-
Forschung in die Wissenschaft, als interdisziplinäre, praxisorientierte
Forschung zur Rechtschreib- und Handschrift-Didaktik und –Methodik
19. Wir fordern den konsequenten Ausschluss der Freinet- bzw. Reichen-Ideologien an nicht entsprechend gekennzeichneten allgemeinbildenden Grundschulen
Wir wollen, dass die Kinder wied
er richtig Lesen, Schreiben und Rechnen lernen.
2014

 

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