Was ist Schreiben und warum tun wir es?

Wir alle suchen unseren Platz in der Welt. Wir möchten ein Gegenüber spüren.

Wir möchten etwas erschaffen, das uns „verortet“ und uns in Beziehung setzt zu anderen Mensch. Und wir möchten uns auch selbst wahrnehmen.

Das heißt, wir müssen unsere Position, unseren Ausgangspunkt markieren. Dazu brauchen wir ein eigenes, ein selbst gestaltetes Zeichen, ein Signum.

Schon die ersten Kommunikationszeichen waren hauptsächlich als unverwechselbare Eigenspuren der Selbstbestätigung gedacht „Hier bin ich – wo bist du?“

Und was ist da besser geeignet, als die eigene Handschrift?

Die Handschrift ist das beste Lebenszeichen.

Das ist der Anlass, warum wir schreiben, die Motivation.

Und was ist Schreiben? Was spielt sich in uns ab, wenn wir den Stift in die Hand nehmen und schreiben?

Denken, Sprechen und Schreiben sind, weil alles Sprache ist, verwandt.

Schreiben und Handschrift sind so lebendig wie Singen und Sprechen.

Es soll Erwachsene geben, die sagen, irgendwann wird der Computer die Handschrift ersetzen.

Das ist wohl Wunschdenken von Lobbyisten und von Politikern, denen die Umsätze elektronischer Schulungsmaterialien am Herzen liegen. Oder soll dieser Computer-Hype genutzt zu werden, um unseren Kindern (den Wählern von morgen) das Erlernen der Muttersprache zu  erschweren?

  • Werden richtige Rechtschreibung und richtiges Schreiben nicht mehr unterrichtet, um den „mündigen Bürger von morgen“ zu verunsichern? Soll er der eigenen Muttersprache, des Deutschen, nicht mächtig sein? Soll er nur noch lesen können, was ihm digital vorgesetzt wird? Soll der dumm sein?
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