Der neue Schreiblern-Ansatz lautet: Schreiben macht glücklich.

Schreiben ist authentisches Tun auf zwei Ebenen. Das heißt, Lehrer müssen in die Lage versetzt werden, Kinder bei der Entwicklung ihrer authentischen Lebensspur unterstützen zu können.

Wir betrachten das Schreiben lernen nicht wie bisher in der Schule üblich als Quälerei und unwissenschaftliche, erforschensunwürdige Nebensache, sondern als Weg des Glücks und der Freude  für Lehrer und Kinder, basierend auf  Kenntnissen der Scriberologie und der Psychologie.

Was sich „sehr weit hergeholt“ anhört, ist näher als gedacht.

Das Glück spendende Element am Schreibenlernen ist seine manuelle Darstellung, die Freude am Schreiben liefert die Mitteilung – dass das Geschrieben eine für andere lesbare Nachricht enthält. Dies bedeutet, schreiben lernende Kinder in der Grundschule, ihr Handschrifterwerb, basiert und geschieht von Anfang an auf zwei Ebenen. Das eine ist die visuell-emotionale Aufnahme (wie geschrieben wurde), das andere ist die rational-emotionale Aufnahme, die eigentliche Nachricht (was geschrieben wurde). Grundschullehrer/innen müssen in der Lage sein, Kinder auf dieser Grundlage zu unterrichten und in ihrer persönlichen und Handschrift-Entwicklung zu unterstützen

Das heißt, die Handschrift kommuniziert auf der Metaebene ebenso intensiv wie auf der Primärebene. Das muss von den Lehrerinnen vom ersten Tag an beachtet und gelenkt werden.

Denn wer sich schlecht fühlt, schreibt auch schlecht. Mit „Mühe geben“ lässt sich das nicht einmal ansatzweise beheben. Denn damit hat die Handschrift nichts zu tun. „Mühe geben ist eine Metapher, eine Phrase, an der man erkennen kann, dass derjenige, der es sagt, nichts vom Schreiben und vom Handschrifterwerb weiß.

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